Aktuelle Highlights

Erfolge / Auszeichnungen / Preise

Hier sind die wissenschaftlichen Erfolge in Form von Auszeichnungen, Veranstaltungen und Preisen für Mitarbeitende und Studierende bzw. deren Arbeiten aufgeführt, die neben akzeptierten Veröffentlichungen und akquirierten Forschungsprojekten zu unseren Highlights zählten. Weiter zurück: 2021  2020   2019   2018   2017   2016

Dreifache Auszeichnung für internationales Forschungsprojekt OPTIMUM

Neue herausragende Leistungen bei der Entwicklung intelligenter Fabriken

Foto: (Foto: Frank Golatowski/Universität Rostock).
Der Gewinnerpokal der europaweiten Forschungs- und Entwicklungsinitiative „Information Technology for European Advancement (ITEA)“. (Foto: Frank Golatowski/Universität Rostock).
Foto: (V.l.n.r.) Die drei OPTIMUM-Projektpartner der Universität Rostock Dr. Frank Golatowski, Hannes Raddatz und Fabian Hölzke. (Foto: Hendryk Richter)
(V.l.n.r.) Die drei OPTIMUM-Projektpartner der Universität Rostock Dr. Frank Golatowski, Hannes Raddatz und Fabian Hölzke. (Foto: Hendryk Richter)

September 2022: Das internationale Forschungsprojekt OPTIMUM ist am 15. September 2022 von der europaweiten Forschungs- und Entwicklungsinitiative „Information Technology for European Advancement (ITEA)“ für herausragende Leistungen bei der Entwicklung intelligenter Fabriken ausgezeichnet worden. Das Verbundvorhaben wurde mit einem Special Award of Excellence in allen drei Nominierungskategorien – Innovation, Standardisierung und Marktauswirkungen – geehrt.

Das 2017 gestartete ITEA-Forschungsprojekt OPTIMUM zielt auf mehr Effizienz, Datensicherheit und Benutzerfreundlichkeit in zukünftigen intelligenten Fabriken. Siebzehn Konsortialpartner aus sechs Ländern waren an dem Projekt beteiligt, das von Demag Cranes & Components geleitet wurde. Die Universität Rostock war als Projektpartner maßgeblich an der Entwicklung einer offenen und modularen, industriellen Software-Plattform beteiligt. Eine solche Plattform verbindet Menschen, Maschinen und deren Verwaltung, damit sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten und Informationen austauschen können.

Ziel der Forschungsarbeiten war es insbesondere, alte und neue Maschinen unterschiedlicher Hersteller über eine standardisierte Schnittstelle zu verbinden. Das wird auch maßgeblich durch die Mitarbeit der Universität an einem einheitlichen Kommunikationsstandard für Krane möglich. Durch diesen können Maschinen weltweit und von jedem Hersteller miteinander Daten austauschen und zusammenarbeiten.

Für diese Zusammenarbeit ist nicht zuletzt auch der Austausch von Positionsdaten von menschlichen Anwendern und Maschinen nötig. Auch hier hat die Universität Rostock durch die Erforschung der robusten Lokalisierung von Menschen im Industrieumfeld und dem standardisierten Austausch dieser Daten zum Projekterfolg beigetragen.

Dadurch erhalten Krane, Roboter und autonom fahrende Fahrzeuge neue Funktionen, wie z. B. den Befehl, dass die Maschinen zum Bediener kommen, zu einer bestimmten Stelle fahren sollen oder dass eine Maschine einem Menschen folgen kann. Diese innovativen Funktionen werden die Montagezeiten in der Industrie zukünftig verkürzen und für mehr Sicherheit in der Produktion sorgen. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Patent eingereicht. 

Nicht zuletzt wurden auch Studierende der Universität Rostock an den Projektarbeiten beteiligt: Eine Vielzahl von Hochschularbeiten wurde von Studierenden in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern erfolgreich zum Abschluss gebracht.

Kontakt:
Dr. Frank Golatowski, Hannes Raddatz, Fabian Hölzke
Universität Rostock
Institut für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik
frank.golatowski@uni-rostock.de oder Telefon: +49 381 498-7272
hannes.raddatz@uni-rostock.de oder Telefon: +49 381 498-7271
fabian.hoelzke@uni-rostock.de oder Telefon: +49 381 498-7271

Digitale Schiene Deutschland

SIL4-Cloud

Seite des Reports als Bild

September 2022: In Zusammenarbeit mit der Deutsche Bahn und weiteren Partnern aus der Industrie und Forschung ist unser Institut an der Bearbeitung eines Schlüsselelementes des zukünftigen Bahnbetriebs - die SIL4-Cloud, beteiligt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Synergien aus unterschiedlichen Blickwinkeln, Erfahrungen und Fachkenntnissen zu gewinnen, etwa bei der Spezifikation wichtiger übergeordneter Anforderungen an eine SIL4-Cloud. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein Report, der einen Einblick in die SIL-Cloud gibt. Des Weiteren wurde eine Publikation auf der RSSRail Konferenz bereits im Juni vorgestellt.

Link zum Research Report: https://digitale-schiene-deutschland.de/Downloads/Report%20-%20SIL4%20Cloud.pdf

Link zum RSSRail Paper: https://doi.org/10.1007/978-3-031-05814-1_15

 

Best Conference Paper Award für den Beitrag des IMD in Trento

MetroInd4.0&IoT - 2022 IEEE International Workshop on Metrology for Industry 4.0 and IoT

Juni 2022: Im italienischen Trento trafen sich Vertreter aus Wissenschaft und Industrie zum Thema MetroInd4.0&IoT. Hier ging es bei einem Workshop darum, sich rund um das Themenfeld Messtechnik, Sensorik und Sensordaten-Auswertung auszutauschen und neueste Erkenntnisse für die Industrie 4.0 und das Internet der Dinge zu nutzen.

Das IMD hat in diesem Rahmen das Paper „Stride Reconstruction Through Frequent Location Updates and Step Detection“ vorgestellt, welches mit dem Best Conference Paper Award ausgezeichnet wurde.

In diesem Paper wird eine Methode vorgestellt, mit der die Schrittweite und Schrittrichtung einer Person durch die statistische Analyse einiger Positionsmessungen bestimmt wird. Das wird genutzt, wenn eine Person mit tragbaren Inertialsensoren ausgestattet ist und aus den Zeitseriendaten eben diese Schrittweite und Schrittrichtung bestimmt werden soll. Normalerweise benötigt man dafür Heuristiken oder Methoden des maschinellen Lernens, die individuell für Benutzer oder einzelne Benutzergruppen trainiert bzw. kalibriert werden, um aus den Sensordaten die Schrittweite und –Richtung zu ermitteln.

Mit der nun vorgestellten Methode lassen sich Referenzdaten für diese Parameter-Einstellung während des laufenden Betriebs, z.B. in einer Fabrikhalle, erzeugen. Das ermöglicht den Kalibrierungsprozess des tragbaren Systems im laufenden Betrieb und vereinfacht dessen Anwendung damit deutlich. So können nun Positionierungssysteme wie UWB einfacher mit Systemen kombiniert werden, die tragbare Inertialsensoren, z.B. eines Smartphones, nutzen.

 

Urkunde für den Best Conference Paper Award beim MetroInd4.0&IoT - 2022 IEEE International Workshop on Metrology for Industry 4.0 and IoT
Urkunde für den Best Conference Paper Award beim MetroInd4.0&IoT - 2022 IEEE International Workshop on Metrology for Industry 4.0 and IoT

IMD auf Medizintechnik-Messe HIMSS in Orlando

HIMSS - Healthcare Information and Management Systems Society

März 2022: Die HIMSS ist eine der größten und wichtigsten Fachmessen des Gesundheitswesens und findet jährlich in den USA statt. Unser Institut war als Teil des OR.NET e.V. vertreten. Zum einen wurde gemeinsam mit verschiedenen Industriepartnern ein sogenannter "Interoperability Showcase" gezeigt. Zum anderen hat Herr Kasparick im Zuge einer "Educational Session" einem breiten Fachpublikum die Grundlagen der neuen IEEE 11073 SDC-Normenfamilie vermittelt und Chancen für zukünftige Innovationen aufgezeigt.

Auf dem Messestand konnten die Besucher erleben, wie zukünftig intensivmedizinisch betreute Patienten in einem Isolationszimmer mit vernetzten Medizingeräten behandelt werden. Informationsbereitstellung, verteilte Alarmierung und Fernkonfiguration von Geräteparametern auf der Basis der offenen IEEE 11073 SDC-Normen bringt große Erleichterungen für das medizinische Personal. So können die Aufenthaltszeit im infektiösen Bereich verringert und die Anzahl der aufwändigen und zeitraubenden Wechsel zwischen Isolationszimmer und Normalbereich minimiert werden. Dies ist nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie eine erhebliche Erleichterung bei gleichzeitig steigender Qualität der Patientenversorgung.

Mit seinen vergangenen und aktuellen Arbeiten im Bereich der Interoperabilität von Medizingeräten hilft das IMD mit, dass solche vernetzten Systeme von Medizingeräten in naher Zukunft den Patienten und dem medizinischen Personal im Krankenhaus zugutekommen.

Unser Mitarbeiter Martin Kasparick erklärt die Grundlagen der IEEE 11073 SDC-Normen bei der "Educational Session".
Unser Mitarbeiter Martin Kasparick erklärt die Grundlagen der IEEE 11073 SDC-Normen bei der "Educational Session". (Foto: Max Rockstroh/Universität Leipzig)
Messestand auf der HIMSS: interoperable Medizingeräte für die Versorgung von Patienten in Isolationszimmern.
Messestand auf der HIMSS: interoperable Medizingeräte für die Versorgung von Patienten in Isolationszimmern. (Foto: Max Rockstroh/Universität Leipzig)

IEEE 11073 SDC-Onlineveranstaltungen

IEEE 11073 SDC - Service-oriented Device Connectivity

Dezember 2021: Zum Jahresende fanden zwei interessante Online-Veranstaltungen zur Interoperabilität von Medizingeräten auf der Basis der IEEE 11073 Service-oriented Device Connectivity statt. Martin Kasparick hat unser Institut mit Vorträgen vertreten. Das Seminar "Der vernetzte OP: Chancen trotz Regulierung?" wurde gemeinsam vom VDE und dem OR.NET-Verein organisiert. Hier standen die Aspekte der Zulassung im Mittelpunkt. Ebenfalls durch den OR.NET-Verein wurde eine Session auf dem Innovationskongress "Health 4.0" initiiert. IEEE 11073 SDC als eine Schlüsseltechnologie für die nahe Zukunft der Medizingeräte – "The Next Big Thing" – wurde aus verschiedenen Bereichen beleuchtet.

 

Das Seminar "Der vernetzte OP: Chancen trotz Regulierung?"
Online-Seminar "Der vernetzte OP: Chancen trotz Regulierung?"

Erneut zwei erfolgreiche Promotionsverteidigungen

Verteidigungen von Henning Puttnies und Florian Grützmacher

September/Oktober 2021: Mit den erfolgreichen Promotionsverteidigungen von M.Sc. Henning Puttnies zum Thema „Zeitsynchronisation in drahtgebundenen Rechnernetzen“ am 8.9.2021 und M.Sc. Florian Grützmacher zum Thema „System-Level Design of Energy-Efficient Sensor-Based Human Activity Recognition Systems“ am 12.10.2021 gibt es an unserem Institut in diesem Jahr bereits 4 neue Doktoren. Wir gratulieren herzlich!

Meeting des I2PANEMA-Projektes in Warnemünde

I2PANEMA – Intelligent, IoT-based Port Artefacts Communication, Administration and Maintenance

September 2021: Am 23. und 24. September trafen sich die Partner des I2PANEMA-Projektes in Warnemünde am Institut für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik zur Koordination ihrer Arbeiten zum Thema "Intelligent, IoT-based Port Artefacts Communication, Administration and Maintenance". Ausgelegt als hybride Veranstaltung, tauschten sich 24 Experten aus Forschungsinstituten sowie nationale und internationale kleinen, mittelständigen und großen Unternehmen über den aktuellen Fortschritt im Projekt aus und stimmten sich über das weitere Vorgehen ab.

 

Sonderforschungsbereich 1270 „ELektrisch Aktive ImplaNtatE – ELAINE“ verlängert

Weitere vier Jahre Spitzenforschung an unserem Institut

Mai 2021: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft  fördert die Entwicklung neuartiger, elektrisch aktiver Implantate in der zweiten Förderperiode mit gut 12 Millionen Euro.

Prof. Dr. Ursula van Rienen, Sprecherin des SFB 1270: „Unser interdisziplinäres Konsortium erlaubt eine wissenschaftlich fundierte Validierung neu abgeleiteter theoretischer Modelle, numerischer Methoden und technischer Lösungen durch Experimente sowohl in den Ingenieur- als auch in den Lebenswissenschaften.“  Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, freut sich über die Fortsetzung des Sonderforschungsbereichs ELAINE: „Ich gratuliere Frau Professor van Rienen und ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern zu diesem schönen Erfolg auf das Herzlichste.“

Das anspruchsvolle interdisziplinäre Forschungsprogramm soll neue Ansätze für biomedizinische Implantate aufzeigen und so die Chancen erhöhen, Gesundheitsprobleme der alternden Bevölkerung zu überwinden.

In der zweiten Förderperiode ist nun die Entwicklung einer rückkopplungsgesteuerten elektrischen Stimulation von Knochen- und Knorpeldefekten sowie tiefer Hirnregionen samt integrierter Datenerfassung, -verarbeitung und Energieversorgung das Ziel. Die Stimulatoren sollen also nicht nur energieautark sein, sondern auch das individuelle Krankheitsgeschehen erfassen und sich daran anpassen.

Unser Institut ist am Teilprojekt  "B03 - Energie-autarke Plattform für elektrisch stimulierende Implantate maßgeblich an der Entwicklung der hochintegrierten elektronischen Systeme für die im SFB geplanten, neuartigen, elektrisch stimulierenden Implantate beteiligt.

Mehr Informationen auf der Webseite vom Sonderforschungsbereich 1270 „ELektrisch Aktive ImplaNtatE – ELAINE“.

M.Sc. Christoph Niemann als Mitglied des Forschungsteams mit STELLA
Unser Mitarbeiter M.Sc. Christoph Niemann als Mitglied des Forschungsteams mit STELLA
Stella-Chip auf einer Fingerkuppe präsentiert
In ELAINE wurden mit STELLA die bisher kleinsten und langlaufendsten Neurostimulatoren zur Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen entwickelt.