Highlights 2026

Erfolge / Auszeichnungen / Preise

Hier sind unter anderem die wissenschaftlichen Erfolge in Form von Auszeichnungen und Preisen für Mitarbeiter und Studenten bzw. deren Arbeiten aufgeführt, die neben akzeptierten Veröffentlichungen und akquirierten Forschungsprojekten zu unseren Highlights zählen: 2025  2024  2023  2022   2021  2020   2019   2018   2017   2016   Archiv

Wie sieht das Krankenhaus der Zukunft aus?

6G für die Medizin von morgen: Universität Rostock präsentiert intelligente Vernetzung beim Connected Health Summit 2026

Nahaufnahme von einem BLE-Anker, wie er im Lokalisierungssystem genutzt wird.
Nahaufnahme von einem BLE-Anker, wie er im Lokalisierungssystem genutzt wird. (Foto © Universität Rostock)
Ken Paulitz (ICCAS), Nastassia Vysotskaya (Infineon), Benjamin Rother (Uni Rostock), Matthias Rüb (DFKI),  Prof. Dr. med. Sascha Treskatsch (Charité) präsentieren die Ergebnisse
Ken Paulitz (ICCAS), Nastassia Vysotskaya (Infineon) und Benjamin Rother (Uni Rostock) stellen einer Gruppe (hier: Matthias Rüb (DFKI) und Prof. Dr. med. Sascha Treskatsch (Charité)) die Egebnisse der Arbeit vor. (Foto © Universität Rostock)

März 2026: Beim Connected Health Summit in Leipzig zeigte das Team der Universität Rostock eindrucksvoll, wie 6G-Technologie die Patientenversorgung revolutioniert. Im Zentrum stand ein innovatives Lokalisierungssystem, das Ärztinnen und Ärzten wertvolle Zeit schenkt und Daten genau dort verfügbar macht, wo sie gebraucht werden: direkt am Krankenbett.

Nach drei Jahren intensiver Forschung im bundesweiten Projekt „6G-Health“ präsentierten die Wissenschaftler Fabian Kummer und Benjamin Rother vom Institut für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik (IMD) der Universität Rostock die Projektergebnisse. Gemeinsam mit 19 Partnern aus Forschung und Industrie demonstrierten sie am Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS), wie eine lückenlose digitale Versorgungskette Realität wird – von der Aufnahme bis zur Nachsorge im eigenen Zuhause.

Lokalisierung als Schlüssel: Informationen kommen zum Arzt, nicht umgekehrt

Das Herzstück des Rostocker Beitrags ist ein von Fabian Kummer und Benjamin Rother mit großem Engagement entwickeltes, BLE-basiertes Lokalisierungssystem. Die Technologie ermöglicht Anwendungen, die den Klinikalltag massiv vereinfachen:

  • Intelligente Visite: Das System erkennt automatisch, wenn ein Arzt das Zimmer betritt. Ohne einen einzigen Tastendruck oder manuelles Suchen erscheinen die relevanten Patienteninformationen sofort auf dem Tablet oder AR-Display.
  • Sicherheit und Orientierung: Die präzise Ortung ermöglicht eine zuverlässige Sturzerkennung und hilft Patienten via Augmented Reality (AR), sich im Klinikgebäude zurechtzufinden.
  • Effizienz: Medizinische Geräte lassen sich dynamisch zuweisen und jederzeit im Haus lokalisieren.

Das Projekt demonstriert das Potenzial künftiger Mobilfunkgenerationen für die Medizintechnik. „Unser Fokus lag darauf, die technologischen Möglichkeiten von 6G so zu nutzen, dass sie klinische Abläufe spürbar unterstützen“, erklärt Projektleiter Frank Golatowski. „Die Demonstration zeigt, wie hochpräzise Lokalisierung dazu beitragen kann, den administrativen Aufwand am Krankenbett zu reduzieren und Prozesse im Krankenhausalltag effizienter zu gestalten.“

Über das Projekt 6G-Health

Das Forschungsprojekt wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 12,87 Millionen Euro gefördert. Unter der Konsortialführung des ICCAS (Universität Leipzig) und des Vodafone Tech Innovation Center Dresden hat die Universität Rostock gemeinsam mit den Partnern wichtige Meilensteine erreicht, um moderne Kommunikationstechnologien in internationale medizinische Standards zu überführen.

Weitere Informationen:  Forschungsprojekt 6g-health-bmbf